Stein AG: Zur Prostitution gezwungen - Frau flüchtet vor Entführern

Letzte Woche griff die Polizei in Stein eine Frau auf, die angab, zur Prostitution gezwungen von ihren Peinigern geflüchtet zu sein. Sie befindet sich inzwischen in sicherer Obhut.

Die Polizei sucht Zeugen.



Ein Automobilist bemerkte die Frau am Mittwoch, 8. Februar 2023, kurz nach 19 Uhr zwischen Mumpf und Stein am Strassenrand sitzend. Da ihm die Situation auf der unbeleuchteten Ausserortsstrecke gefährlich schien, hielt er an. Die dunkelhäutige Frau rannte sogleich zu seinem Auto und bat unter Tränen darum, die Polizei zu rufen. Wenig später konnte sie der Automobilist in die Obhut einer Patrouille der Regionalpolizei Unteres Fricktal geben. Da sie Schürfungen aufwies, brachte die Polizei die Frau zur Kontrolle ins Spital.

Die Betroffene, welche nichts bei sich hatte, sich nicht ausweisen konnte und auch nirgends verzeichnet war, gab sich als kongolesische Staatsangehörige aus. Wie sie später der Kantonspolizei Aargau schilderte, sei sie zur Prostitution gezwungen worden und hätte am fraglichen Mittwoch zusammen mit drei anderen Frauen nach Deutschland gebracht werden sollen. Der Transport sei in einem schwarzen Van mit Schiebetüren erfolgt, wobei sich zwei Männer als Fahrer und Aufpasser im Wagen befunden hätten. Während eines Halts auf dem A3-Rastplatz Mumpf habe sie dann spontan die Gelegenheit zur Flucht genutzt und sich bis zum Einbruch der Dunkelheit versteckt gehalten.

Inzwischen ist die Frau in einer Schutzeinrichtung sicher untergebracht. Gleichzeitig hat die Kantonspolizei ihre Ermittlungen aufgenommen.

Die Kriminalpolizei (Telefon 062 835 81 81) sucht Augenzeugen, die am frühen Abend des 8. Februar beim Rastplatz Mumpf oder entlang der Ortsverbindungsstrasse Mumpf – Stein Beobachtungen machten oder Hinweise zum unbekannten Van geben können.

 

Quelle: Kantonspolizei Aargau
Titelbild: Symbolbild © Kantonspolizei Aargau

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